Verstehen Vertrauen Verändern
Fundiert Praxisnah
Reaktionsmuster
Wir reagieren immer ähnlich
Artikelserie-Teil 3 von 6
1. Warum sich manche Situationen immer wiederholen
2. Wenn Gewohnheiten Entscheidungen lenken
6. Veränderung dauerhaft leben
Gefühle als Wegweiser
Es passiert in einem einzigen Augenblick. Jemand sagt einen Satz. Ein Blick genügt. Eine Nachricht auf dem Smartphone. Oder ein bestimmter Tonfall.
Noch vor wenigen Sekunden war alles in Ordnung. Und plötzlich verändert sich etwas.
Dein Herz schlägt schneller. Die Schultern spannen sich an. Du wirst wütend, traurig, unsicher oder ziehst dich innerlich zurück.
Erst viel später denkst du darüber nach, warum du eigentlich so reagiert hast. Die Wahrheit ist:
In vielen Situationen reagieren zunächst nicht unsere Gedanken. Sondern unsere Gefühle.
Gefühle sind schneller als der Verstand
Unser Gehirn bewertet ständig, was um uns herum geschieht. Dabei arbeitet es erstaunlich schnell.
Lange bevor wir bewusst über eine Situation nachdenken, entsteht bereits eine erste emotionale Einschätzung.
Ist etwas angenehm? Gefährlich? Vertraut? Unangenehm?
Diese schnelle Reaktion war über viele Jahrtausende überlebenswichtig. Sie half unseren Vorfahren, Gefahren sofort zu erkennen und entsprechend zu handeln. Heute schützt sie uns zwar nur noch selten vor wilden Tieren.
Dennoch arbeitet unser Gehirn noch immer nach demselben Prinzip.
Gefühle wollen uns nicht schaden
Viele Menschen empfinden Gefühle wie Angst, Ärger oder Unsicherheit als störend. Dabei verfolgen Emotionen ursprünglich einen wichtigen Zweck. Sie möchten uns aufmerksam machen. Sie zeigen, dass unser Gehirn etwas als bedeutsam einstuft.
Problematisch wird es erst dann, wenn alte Erfahrungen dafür sorgen, dass Gefühle häufiger oder stärker auftreten, als es die aktuelle Situation eigentlich erfordern würde. Dann reagieren wir nicht nur auf das Hier und Jetzt. Sondern gleichzeitig auch auf Erinnerungen, Erfahrungen und vertraute Muster.
Warum dieselbe Situation bei jedem Menschen etwas anderes auslöst
Stell dir vor, zwei Menschen erhalten dieselbe Rückmeldung im Beruf. Der eine hört darin einen hilfreichen Verbesserungsvorschlag. Der andere empfindet dieselben Worte sofort als persönliche Kritik.
Beide erleben exakt dieselbe Situation. Und dennoch fühlen sie etwas völlig Unterschiedliches.
Der Unterschied liegt selten in den Worten. Er liegt in der Bedeutung, die unser Gehirn ihnen gibt.
Diese Bedeutung entsteht aus früheren Erfahrungen. Aus Gewohnheiten. Aus vertrauten Denkweisen.
Und manchmal auch aus alten Glaubenssätzen.
Deshalb reagieren Menschen so unterschiedlich. Nicht weil einer richtig und der andere falsch reagiert.
Sondern weil jeder Mensch seine eigene Geschichte mitbringt.

Gefühle führen unser Verhalten
Emotionen bleiben selten nur ein Gefühl. Sie beeinflussen unser Verhalten.
Wer sich bedroht fühlt, verteidigt sich schneller. Wer sich unsicher fühlt, schweigt vielleicht lieber.
Wer Angst vor Ablehnung hat, versucht es oft allen recht zu machen.
Mit der Zeit entstehen daraus vertraute Reaktionsmuster. Nicht weil wir sie bewusst gewählt haben.
Sondern weil sie sich immer wieder bestätigt haben.
Gefühle verstehen statt bekämpfen
Viele Menschen versuchen, unangenehme Gefühle möglichst schnell loszuwerden.
Sie sagen sich: "Ich darf jetzt nicht wütend sein." "Ich sollte mich nicht so anstellen." "Ich muss einfach positiver denken."
Doch Gefühle verschwinden selten dadurch, dass wir sie unterdrücken. Oft werden sie dadurch sogar stärker.
Hilfreicher ist eine andere Frage: Was möchte mir dieses Gefühl eigentlich zeigen?
Nicht jede Emotion braucht sofort eine Lösung. Manchmal möchte sie einfach wahrgenommen werden.
Ein neuer Blick auf dich selbst
Vielleicht beobachtest du dich in den nächsten Tagen einmal ganz bewusst. Nicht nur deine Gedanken.
Sondern vor allem deine Gefühle.
Welche Situationen lösen bei dir sofort Unsicherheit aus? Wann wirst du ärgerlich? Wann ziehst du dich zurück?
Und wann fühlst du dich wirklich ruhig und sicher?
Je besser wir unsere Gefühle kennenlernen, desto verständlicher werden auch unsere Reaktionen.
Und genau dort beginnt Veränderung. Nicht indem wir Gefühle bekämpfen. Sondern indem wir sie verstehen.
Ausblick auf Teil 4
Im nächsten Teil geht es darum, wie sich dieser Kreislauf langsam unterbrechen lässt.
Du erfährst, warum schon kleine Veränderungen ausreichen können, damit neue Reaktionsmuster entstehen – und weshalb Veränderung oft viel leiser beginnt, als wir erwarten.
Feedback
Eine weitere Sitzung ...
... vor über einem Monat war ich bei Ihnen für eine Hypnosesitzung zur Leistungsoptimierung.
Im Anschluss haben wir uns noch über das Thema Selbsthypnose unterhalten. Ich habe hierzu Interesse an einer weiteren Sitzung! ...
Bereits 4,5 kg abgenommen ...
Hallo, wollte mal einen kurzen Zwischenstand schicken. Also hab bereits 4,5 kg abgenommen und mir fällt es absolut nicht schwer auf Süßigkeiten, fettes Essen und abends Kohlenhydrate zu verzichten. Außerdem trinke ich nur noch Wasser - also, ich war ja anfangs skeptisch aber ich muss sagen ... Toll! 😊 hab' auch schon kräftig Werbung gemacht und denke das sich die eine oder andere bald melden wird 😉. Vielen Dank nochmal für alles. Liebe Grüße S.N
Bin jetzt schon ein gutes halbes Jahr rauchfrei ...
Servus Dieter,
nur ein kurzes Feedback. Damals dachte ich nicht, dass du mir helfen kannst das Rauchen zu beenden. Bin jetzt schon ein gutes halbes Jahr dank deiner Unterstützung rauchfrei. Tausend dank 😉
Viel Glück mit deiner neuen Praxis ... A.A


