Warum reagiere ich immer gleich?Verhaltensmuster verstehen|Hypnoseklar


Verstehen      Vertrauen      Verändern
 

Fundiert          Praxisnah

Reaktionsmuster

Wir reagieren immer ähnlich

Vorwort:

 

Manche Erfahrungen im Leben fühlen sich seltsam vertraut an.

 

Nicht unbedingt, weil dieselben Menschen immer wieder auftauchen oder dieselben Situationen entstehen. Sondern weil wir selbst oft auf erstaunlich ähnliche Weise reagieren.

 

Vielleicht nimmst du dir fest vor, beim nächsten Mal ruhiger zu bleiben. Oder klarer für dich einzustehen. Vielleicht möchtest du gelassener reagieren oder dich nicht mehr von jeder Kleinigkeit verunsichern lassen.

 

Und dann passiert genau das Gegenteil.

Nach wenigen Sekunden läuft alles wieder so ab wie unzählige Male zuvor.

 

Viele Menschen fragen sich in solchen Momenten:

 

„Warum mache ich das eigentlich immer wieder?“

 

Diese Frage ist der Ausgangspunkt dieser Beitragsreihe.

 

Nicht, um Schuldige zu suchen. Nicht, um sich selbst zu kritisieren. Sondern um zu verstehen, wie solche Muster entstehen – und warum sie sich verändern lassen.

 

Denn genau dort beginnt jede echte Veränderung.

Artikelserie-Teil 1 von 6

1. Warum sich manche Situationen immer wiederholen

 

2. Wenn Gewohnheiten Entscheidungen lenken

 

3. Gefühle als Wegweiser

 

4. Den Kreislauf unterbrechen

 

5. Neue Wege ausprobieren

 

6. Veränderung dauerhaft leben

 

 

 

Situationen wiederholen sich

 

Es sind oft nur wenige Sekunden.

 

Ein Blick. Ein Satz. Eine Bemerkung.

Vielleicht sogar nur ein bestimmter Tonfall.

 

Gerade eben war noch alles ruhig.

 

Und plötzlich geschieht etwas, das du eigentlich längst hinter dir lassen wolltest.

 

Du wirst ärgerlich. Du ziehst dich zurück.Du verteidigst dich sofort.

Oder du sagst wieder Ja, obwohl du innerlich längst Nein meinst.

 

Erst später kommt der Gedanke:

„Warum reagiere ich eigentlich immer wieder genauso?“

 

Diese Frage stellen sich erstaunlich viele Menschen. Und sie ist wesentlich interessanter, als sie zunächst klingt.

 

Denn meistens wiederholen sich nicht die Situationen.Es wiederholen sich unsere Reaktionen.

 

Das Gehirn liebt Bekanntes, unser Gehirn ist darauf ausgelegt, Energie zu sparen. Es muss täglich unzählige Entscheidungen treffen. Deshalb entwickelt es Gewohnheiten. Was häufig funktioniert hat, wird gespeichert. Was oft wiederholt wurde, läuft irgendwann fast automatisch ab.

 

Das ist grundsätzlich etwas Positives.

 

Du denkst morgens nicht darüber nach, wie du dir die Zähne putzt. Du überlegst nicht bei jedem Schritt, wie Gehen funktioniert. Du musst auch beim Autofahren nicht jeden einzelnen Handgriff bewusst planen.

 

Das Gehirn automatisiert.

 

Genau dadurch wird unser Alltag leichter.

 

Dasselbe geschieht allerdings auch mit unseren emotionalen Reaktionen.

Wenn Gefühle zur Gewohnheit werden

 

 

Vielleicht hast du als Kind gelernt, Streit möglichst aus dem Weg zu gehen.

Vielleicht hast du erfahren, dass Anerkennung nur dann kommt, wenn du alles perfekt machst.

Vielleicht war es einfacher, die eigenen Wünsche zurückzustellen, als sie auszusprechen.

 

Damals waren diese Reaktionen oft sinnvoll.

 

Sie halfen, schwierige Situationen zu bewältigen. Mit der Zeit wurden daraus Gewohnheiten.

 

Nicht bewusst. Sondern automatisch.

 

Heute reagierst du vielleicht noch immer auf dieselbe Weise – obwohl dein Leben längst ein anderes ist.

Nicht weil du schwach bist. Nicht weil dir Disziplin fehlt.

 

Sondern weil dein Gehirn auf etwas zurückgreift, das es seit vielen Jahren kennt.

 

 

Warum sich manche Menschen immer wieder in ähnlichen Situationen wiederfinden

 

 

Vielleicht kennst du jemanden, der immer wieder an die falschen Partner gerät.Jemanden, der ständig mehr arbeitet, als eigentlich gesund wäre. Oder Menschen, die immer wieder dieselben Konflikte erleben.

 

Von außen wirkt das manchmal unverständlich. Doch häufig steckt dahinter kein Zufall.

 

Unser Verhalten beeinflusst unsere Entscheidungen. Unsere Entscheidungen beeinflussen unsere Erfahrungen. Und diese Erfahrungen bestätigen oft genau das, was wir ohnehin schon erwarten.

 

So entsteht ein Kreislauf. Nicht, weil das Leben gegen uns arbeitet. Sondern weil vertraute Muster immer wieder ähnliche Reaktionen hervorbringen.


 

Der entscheidende Unterschied

 

 

Viele Menschen versuchen zunächst, ihre Reaktion zu unterdrücken.

 

Sie sagen sich: “Ich darf mich nicht mehr aufregen.” “Ich muss selbstbewusster werden.” “Ich darf nicht immer gleich nachgeben.”

 

Das Problem dabei:

 

Eine Gewohnheit verschwindet selten dadurch, dass wir sie verbieten. Sie verändert sich erst, wenn wir verstehen, warum sie überhaupt entstanden ist. Verständnis ist deshalb kein Zeichen von Nachsicht.

 

Es ist die Grundlage jeder Veränderung.

 

Beobachten statt bewerten. Vielleicht probierst du in den nächsten Tagen etwas aus.

 

Nicht, um dich zu verändern. Noch nicht. Sondern nur, um dich selbst zu beobachten.

 

  • Welche Situationen lösen bei dir immer wieder ähnliche Reaktionen aus?
  • Welche Gedanken tauchen unmittelbar davor auf?
  • Welche Gefühle folgen?
  • Und wie verhältst du dich anschließend?

 

Mehr musst du zunächst gar nicht tun. Allein diese Aufmerksamkeit verändert bereits etwas.

Denn was bisher unbewusst ablief, wird langsam sichtbar. Und genau dort beginnt Entwicklung.

 

Nicht mit Druck. Nicht mit Perfektion. Sondern mit einem ehrlichen Blick auf sich selbst.

 

 

Ein erster Schritt

 

 

Vielleicht wirst du nach diesem Artikel dein Verhalten noch nicht verändern. Das musst du auch gar nicht.

Vielleicht bemerkst du aber zum ersten Mal, dass sich bestimmte Situationen tatsächlich wiederholen.

 

Dass es Muster gibt. Dass dein Verhalten nachvollziehbar ist. Und dass du damit keineswegs allein bist.

 

Alle großen Veränderungen beginnen mit einem kleinen Moment des Erkennens.

Vielleicht ist genau heute dieser Moment. 

 

 

Ausblick auf Teil 2

 

Im nächsten Teil schauen wir genauer darauf, warum Gewohnheiten unsere Entscheidungen oft stärker beeinflussen, als uns bewusst ist.

Du erfährst, weshalb unser Gehirn Bekanntes bevorzugt – und warum Veränderung nicht mit einem großen Sprung beginnt, sondern mit vielen kleinen Schritten.

 

Feedback

Eine weitere Sitzung ...

 

... vor über einem Monat war ich bei Ihnen für eine Hypnosesitzung zur Leistungsoptimierung.
Im Anschluss haben wir uns noch über das Thema Selbsthypnose unterhalten. Ich habe hierzu Interesse an einer weiteren Sitzung! ...  

 Bereits 4,5 kg abgenommen ...

 

Hallo, wollte mal einen kurzen Zwischenstand schicken. Also hab bereits 4,5 kg abgenommen und mir fällt es absolut nicht schwer auf Süßigkeiten, fettes Essen und abends Kohlenhydrate zu verzichten. Außerdem trinke ich nur noch Wasser - also, ich war ja anfangs skeptisch aber ich muss sagen ... Toll! 😊 hab' auch schon kräftig Werbung gemacht und denke das sich die eine oder andere bald melden wird 😉. Vielen Dank nochmal für alles. Liebe Grüße S.N 

Bin jetzt schon ein gutes halbes Jahr rauchfrei ...

 

Servus Dieter,

nur ein kurzes Feedback. Damals dachte ich nicht, dass du mir helfen kannst das Rauchen zu beenden. Bin jetzt schon ein gutes halbes Jahr dank deiner Unterstützung rauchfrei. Tausend dank 😉
Viel Glück mit deiner neuen Praxis ... A.A

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.